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Die Biographie von Brunolf Metzler

"Ich sehe die Kunst als einen Weg und eine Möglichkeit, in Zeiten der Veränderung am Geschehen teilzunehmen und andere Leute zu finden, die dasselbe erfahren. Für mich sind die ästhetischen Bedeutungen nicht die Hauptsache des Malens, aber sie machen es mir möglich, mich selbst auszudrücken."

Dieses Zitat liefert eine Einleitung zur Biographie des berühmten Künstlers und Lehrers Brunolf Metzler. Metzler wurde 1940 in Merschwitz in der Nähe von Dresden geboren. (Er wurde evangelisch getauft.)

Er ist verheiratet und hat drei Töchter. Während der Zeit von 1954 bis 1960 machte er eine Ausbildung als Bankangestellter und arbeitete als Schäfer. Aber von 1955 bis 1961 wurde er von der Tuberkulose befallen und mußte lange Zeit in verschiedenen Sanatorien verbringen. 1959 begann er zu malen, studierte die arbeiten der alten Meister und dachte über seine Malerei nach. Er entwickelte seinen eigenen einzigartigen Stil, wobei er surrealistische Methoden benutzte um menschliche Beziehungen widerzuspiegeln, und verdiente sich ein Ansehen als ein einzigartiges künstlerisches Talent.

Von 1960 bis 1962 hatte er eine große Anzahl von Jobs: Buchhändler, Bankangestellter und landwirtschaftlicher Arbeiter. Während dieser Zeit verdiente er zusätzliches Geld durch das Malen von Skizzen. Während einem zweiwöchigen Aufenthalt in Dresden bewarb er sich für eine Kunstschule. Die berühmte ostdeutsche Künstlerin Lea Grundig erkannte sein Talent und mit ihrer Unterstützung wurde Brunolf Metzler auf die Kunstschule aufgenommen. Jedoch wurde ihm nicht erlaubt zu studieren, aufgrund seiner Aktivitäten mit der unabhängigen Künstlerorganisation "Die Treppe", die vom ostdeutschen Regime mißbilligt wurde. Von 1962 bis 1968 arbeitete er in einem Kinderheim und unterrichtete später in einer Grundschule. Seit 1969 ist er ein Kunstlehrer in Oranienburg.

1973 wurde er aufgefordert, seine Arbeit im Institut für schöne Künste in Ostfriesland auszustellen. Metzler hatte eine Anzahl von Ausstellungen in Westdeutschland (von der ostdeutschen Regierung verboten), welche seine Arbeiten in Westdeutschland bekannter machten, als in Ostdeutschland. Als ein Ergebnis auf den Druck ostdeutscher Autoritäten, mußte Metzler seine Ausstellungen in Westdeutschland beenden. Bis zum Ende der 80er Jahre lebte er in künstlerischer Isolation. Er bewarb sich für eine Universität, wurde aber zurückgewiesen. Er wurde abgewiesen durch die ostdeutsche Künstlerorganisation, die es ihm erschwerte, künstlerisches Material für seine Arbeiten zu bekommen. Die Erfahrung von Ablehnung und Isolation hatte einen Einfluß auf seine Arbeit und spiegelt sich in vielen Bildern wieder.

Die Wende im Jahre 1989 war ein Umbruch für Metzler. Im September des Jahres trat er in das "Neue Forum" (volksdemokratische Bewegung) ein und war Gründer und Organisator für seine Umgebung. Das brachte ihm wachsende Aufmerksamkeit von der ostdeutschen Staatssicherheit ein. Metzler´s Absicht war es, das "Neue Forum" zu nutzen, um ostdeutsche Autoritäten zu einem Dialog zu zwingen.

Im November 1989 suchte er nach Leuten mit ähnlichen Ansichten, um der Volksbewegung für Demokratie beizutreten. Die folgende Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ermöglichte Metzler seine erste offizielle Ausstellung im Jahr 1991.

Dieser folgte eine zweite Ausstellung in der protestantischen Kirche in Oranienburg, wo auch seine Arbeiten ausgestellt wurde, die aus der Zeit vor der Wende stammen. 1994 arbeitete er am Wende- Altar für die Nikolaikirche in Oranienburg, einem Triptychon, welches die Erfahrungen vor und nach der Wende widerspiegelt.

Im linken Flügel des Triptychon vermittelt der Künstler die Gefühle der Isolation und Angst der Leute im früheren Ostdeutschland. Im Mittelteil zeigt Metzler die Verwirrung und den endzeitlichen Zustand der Wende, und im rechten Flügel zeigt Metzler den Staat, der seine Macht mißbraucht.

"Der Altar kann gesehen werden als eine Bitte, zu überprüfen, ob die Möglichkeiten, die durch die Wende gegeben wurden, wirklich den geistigen und körperlichen Frieden gebracht haben, den sie versprochen hat."

Nach der Arbeit am Friedensdenkmal in Frohnau (Berlin) im Jahr 1996, gab es noch eine weitere Ausstellung in Hannover im Jahr 1997, welche als Brennpunkt den Wende- Altar hatte. Noch im selben Jahr, wurde Metzler vom Bundespräsidenten Roman Herzog, und der Sprecherin des deutschen Parlamentes, Rita Süssmuth, zur Jahresfeier der deutschen Einheit in Stuttgart eingeladen.

Eine weitere wichtige Tätigkeit von Brunolf Metzler ist die Unterstützung von jungen Künstlern.

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