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F i r s t T r y C o m p a n y
 

In der Oranienburger Nikolaikirche kann man jetzt den Wendealtar von Brunolf Metzler bewundern. Hierbei handelt es sich um ein Trytichon. Es zeigt die Menschen vor, während und nach dem Mauerfall.
Photographien dieses Wendealtars stellte Herr Metzler, Kunstlehrer am F.F.Runge - Gymnasium, freundlicher Weise uns, den Schülern der 12.-ten Klassen, die sich am Projekt von 
ACHIEVERS INTERNATIONAL  beteiligen, zur Verfügung. Damit gestalten wir einen Kalender für das Jahr 1999 ( 10 Jahre nach der Wende ), der an der schottischen Partnerschule und auch hier im Rahmen des Projektes verkauft werden soll. Dieser beinhaltet pro Monat einen Ausschnitt des gesamten Bildes mit einer englischen Bildunterschrift zur Interpretation.

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Das Triptychon

In diesem Bild können Sie den gesamten Altar sehen. Der Künstler, Brunolf Metzler, malte das Triptychon nicht nur zu seinem Spaß. In diesem Bild kann der Betrachter Szenen sehen, die einen reellen Hintergrund haben. Da es ein Triptychon ist, besteht es aus drei Teilen: sie beschäftigen sich mit der Zeit vor 1989, während der Wiedervereinigung, und einer Vision der Zukunft.

Der linke Flügel des Triptychon beschreibt die Eindrücke der Ostdeutschen vor 1989. Diese Zeit wurde charakterisiert durch die Isolation der Menschen. Sie können Gruppen sehen, die auf schwimmenden Inseln stehen. Die Kerzen im Hintergrund symbolisieren den Fakt, daß alle Typen von Menschen sich in Kirchen versammelten, die von der früheren ostdeutschen Regierung kontrolliert wurden. Die zwei Gesichter, die ineinander verworren sind, sind das Symbol der ständigen Anwesenheit der Staatssicherheit bei solchen Treffen.

Am rechten Flügel können Sie die Initialen "N.F." sehen, die für "Neues Forum" stehen, eine demokratische Volksbewegung, bei der Metzler, der Künstler, ein Mitbegründer in dem Gebiet um Oranienburg war. Im Vordergrund können Sie die typischen Repräsentativen der Volksbewegung sehen, die versucht haben, die ostdeutsche Regierung zu einer Veränderung zu zwingen. Der Betrachter wird erinnert an Oktober und November 1989. Sie können die letzte Militärparade sehen, die zum 40sten Jahrestag der Gründung der DDR abgehalten wurde, ebenfalls den Fall der Mauer und die Macht der Kirche auf Demonstrationen und Versammlungen.

Im Mittelteil können Sie den Tisch des heiligen Abendmahls mit Jesus und Johannes sehen. Der Tisch ist gedeckt, aber die erwarteten Gäste sind noch nicht angekommen. Der Künstler hat die Jünger, die normalerweise am Tisch sitzen, ausgelassen. Jesus sieht am Himmel eine apokalyptische Vision. Leute aus den verschiedensten sozialen Schichten und mit den verschiedensten Hintergründen sind anwesend.

In diesem Triptychon behandelt der Künstler nicht nur die äußeren Erscheinungen der Wende, er beschäftigt sich ebenfalls mit der "inneren" Wende: der Veränderung der Leute selbst.

 

In jedem Monat ist ein Teil des Triptychon dargestellt. Alle Bilder, die Sie von Januar bis Dezember sehen können, sind ebenfalls in einem Teil des Triptychon dargestellt. Als ein Beispiel, können Sie hier das Bild vom November sehen. Vielleicht sollten sie dann noch einmal das Triptychon betrachten, ob sie dieses Teil entdecken.

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